BAND OF HORSES

BAND OF HORSES
Gleich zu Beginn der Nullerjahre lag etwas Unruhiges in der Luft. Zwischen digitalem Aufbruch und persönlicher Überforderung suchte eine Generation nach Worten für Gefühle, die sich kaum benennen ließen. Band of Horses fanden diese Worte und setzten sie in Musik um, die weit ausholte und dennoch ins Innere zielte. Ben Bridwells Songs erzählten von Veränderung, Verlust und dem Versuch, Ordnung in das eigene Leben zu bringen. Seine hohe, eigensinnig geführte Stimme schwebte über schrammelnden Gitarren wie ein fernes Licht, das nicht den Weg weist, aber Hoffnung macht.
Das Debüt „Everything All The Time“ erschien 2006 auf Sub Pop – jenem legendären Seattle-Label, das sich nach Grunge neu erfand und erneut zur ersten Adresse für Independent-Musik wurde. Dass Jonathan Poneman hier sofort zugriff, überrascht rückblickend kaum. Schon „The Funeral“ entfaltete eine eigentümliche Magie: ein Song über Verlust und Akzeptanz, der es schaffte, zugleich intim und universell zu sein. Als Underground-Hit, Werbespot-Ohrwurm und Filmsong wuchs er zum emotionalen Bezugspunkt heran und wird bis heute wie ein stilles Manifest darüber gefeiert, wie man mit dem Unabwendbaren lebt.


